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Lange ist es her, dass ich etwas erfasst habe hier. Ich hätte zwar immer genügend Stoff gehabt zu schreiben, aber ich habe es bisher nicht gemacht, weil ich mich momentan in einer Bewerbungsphase befinde und ich angst hatte, dass ich was Falsches schreiben könnte.
Was für ein Quatsch. Wie wenn ich etwas Falsches schreiben könnte. Es geht ja um mich, um meine Gedanken und Erlebnisse. Die darf jeder wissen. Ich bin und sollte ja so sein wie ich bin... also... Heute umgehe ich diese Vorsichtsmassnahme und schreibe mal wieder was.
Es ist etwa zwei Monate her, da hatte ich bei uns in der Kantine eine beeindruckende Frau getroffen. Ich hatte sie Gentleman-mässig vor gelassen und so kamen wir ganz kurz ins Gespräch. Naja, mehr als ein Dankeschön und ein 'das hab ich gern gemacht' oder so ähnlich, war nicht drin. Aber es reichte für mich, dass ich total verzaubert war. Gerne hätte ich sie sofort gefragt, ob sie mit mir einen Kaffee nehmen würde, doch da war sie schon fort.
Lange ging es, bis ich sie wiedermal in der Kantine sah. Sie sah mich direkt an und ich glaubte sogar ein kleines Lächeln zu sehen. Leider konnte ich sie da auch nicht fragen, weil ich gerade im Gespräch war mit ein paar Andern. Das ging dann nochmal so und das absolut eindrücklichste Mal als ich sie sah war, als ich am Tisch mit drei Andern sass. Ich sprach gerade mit meinem Nebenan über meine kaputte Waschmaschine, als ich plötzlich inne gehalten habe. Sie lief an den Tischen vorbei und schaute mich direkt an, mich durchfuhr kurz ein Blitz und dann lief alles in Zeitlupe ab. Ich formte mit meinen Lippen ein 'Hallo' und war wohl total verlegen. Sie ging weiter und war irgendwann ausserhalb meines Blickfeldes, aber das machte nichts, ich schaute sowieso in die Ferne... Die Andern bemerkten nichts, bis auf Tanja, die die Geschichte bereits kannte und schräg gegenüber mir sass. Die sah mich an und war total begeistert von der Szene. Ich selbst war hin und weg.
Also hab ich einen Entschluss gefasst, sie bei der nächsten Gelegenheit zu fragen, ob sie mal Lust auf eine gemeinsame Pause hätte. Naja, leider ergab es sich dann die zwei Wochen darauf nie, dass ich sie wieder sah und sie ansprechen könnte. Währenddessen war ich aber nicht untätig. Tanja brachte mich auf die Idee, nach ihrem Namen zu forschen. Ich wusste ja gar nichts über sie. aber gar nichts. Ausser, wie sie aussah.
Da sie jedoch eher jünger aussah, ging ich davon aus, dass sie entweder eine Lernende ist, oder eine Praktikantin. Lernende haben wir gleich ausschliessen können, weil die hatten alle mal einen Kurs bei Tanja. Sie kannte sie aber nicht. Also musste sie eine Praktikantin sein. Wir haben ein internes Telefonbuch, bei welchem man ein Bild hinterlegen kann, welches dann alle sehen. Die meisten nehmen das Bild vom Badge. Aber auch da fand ich sie nicht. Dafür aber konnten wir sie bis auf drei Namen einkreisen, weil die drei kein Bild von sich freigeschaltet haben und sie keine der Anderen war. Und da kam ich ins stocken... Google sagte leider nicht viel aus, so dass ich gar nicht weiterkam.
Die eine Empfangsdame, eine kleine, ältere und total aufgestellte Italienerin war sofort Feuer und Flamme, als Tanja ihr die Geschichte erzählte. Also sagte sie kurzerhand zu, sie einfach mal anzuhalten und zu fragen.
Mir war das ja nicht ganz geheuer...
Ich musste aber nicht lange auf mich warten lassen, kam da eine Email mit dem Namen Jenni und einem Bild aus unserem Telefonbuch dazu. Das sei sie, sie hätte eine Kollegin von ihr angehalten und nach dem Namen gefragt. Sie hätte mit Jenni geantwortet. Ja, aber ich wusste ja, dass sie kein Bild veröffentlich hatte und diese Dame hier hatte irgendwie einen asiatischen Touch. Ich sah sofort, dass sie das nicht ist und habe die Empfangsdame gefragt, wie sie denn darauf käme. Sie meinte, dass sie zu dritt vorbeigelaufen seien und sie nicht die Dame direkt angesprochen hätte, sondern die hintere Kollegin von ihr. Und als sie fragte, wie denn die Dame heisse, kam ein Jenni raus.
Ok, erst dachte ich, wir seien auf dem Holzweg. Ich habe mich aber dann daran erinnert, dass eine der drei übrig gebliebenen Praktikantinnen ohne Bild im internen Telefonbuch Jennifer hiess.
Google sollte mir dabei helfen Klarheit zu schaffen, also habe ich den kompletten Namen eingegeben. Leider aber kam nicht viel raus, ich hatte weder ein Bild von ihr, noch sonst was gefunden. Bis ich dann eher zufällig über ein Bild gestolpert bin, auf welchem sie drauf war mit ein paar Kollegen von ihr. Zack hatte ich sie. ;o)
Was aber anfangen mit dieser Information? einfach eine Email schreiben ist ja auch doof und den Vorschlag der Empfangsdame, dass ich ihr doch einfach mal Blumen senden soll, fand ich nicht so prickelnd. Also blieb ich bei der Version, dass ich sie einfach mal anquatsche, sobald ich sie sehe...
Aber wie gesagt, es dauerte an bis heute, dass ich sie nicht mehr gesehen habe und so musste ich mir mal was einfallen lassen. Nachdem ich mit meiner besten Freundin am Telefon darüber gesprochen habe, hatte ich mich doch entschieden eine Email zu senden. Nichts wildes, nur die Wahrheit, dass ich keine Gelegenheit hätte sie zu fragen und das jetzt halt per Mail mache... blabla... und dass ich gerne wüsste, wie sie zu begeistern wäre für einen Kaffee.
Naja, ich hatte ja nicht wirklich viel erwartet und eigentlich nur gehofft, dass sie zurückschreibt und wir so ein wenig ins 'Gespräch' kommen. Sie schrieb dann auch drei Tage später zurück mit einem 'das möchte ich nicht verraten'. Also habe ich das als Spiel aufgenommen - bin ja ein positiv denkender Mensch - und habe mir was tolles ausgedacht, das ich schreiben könnte. Die Idee hatte zwar Tanja, aber schlussendlich machte ich es doch.
Unsere GeschäftsWerbung sind ja momentan Plakate mit Wendesätze. Sprich, sowas wie 'Ich möchte keine KINDER liebe ich über alles'. Also ein Wort, oder mehrere, welche beim einen Satz aufhören und beim Andern beginnen. und meistens das Gegenteilige bedeutet. Naja, genau so ein Plakat hab ich dann schnell entworfen und ihr zugesendet mit einem entsprechenden Text dazu natürlich. Mein Spruch hiess 'Ich würde niemals JENNI ZU EINEM KAFFEE EINLADEN wäre für mich das Grösste'
Ja... das Ende vom Lied ist, dass sie mir Heute zurückschrieb und dieses Mal wenigstens unmissverständlich zu verstehen hab, dass sie keine Mails mehr von mir möchte und kein Interesse hätte.
Ich meinerseits frage mich allerdings, warum es Frauen denn nie schätzen, wenn man einen Aufand betreibt für sie. Es war schon ein riesending überhaupt ihren Namen zu finden und dann überhaupt den Schritt zu wagen. Ok, es ist plump und nicht direkt, aber es war wenigstens etwas wobei ich mir auch Mühe gab. Und ich wollte sie ja nicht gleich flachlegen, sondern nur einfach mal ein wenig quatschen. Hätte ja auch eine Freundschaft entstehen können... wer weiss... auf alle Fälle bin ich enttäuscht. Dies obwohl ich nicht das erste Mal enttäuscht worden bin und wohl auch nicht das letzte Mal... ;o)
Naja, ich bin jetzt froh konnte ich es mal loswerden und geh jetzt schlafen.
vielen Dank fürs 'zuhören' und bis bald mal wieder
Euer Steve
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So, das alte grüne Teil hat mir nicht mehr so gefallen, also habe ich mal wieder ein neues Layout ausgewählt für meine kleine Internetseite. Ich hoffe sie gefällt euch einigermassen. (ja, das VS musste sein... *lach*)
Ok, eigentlich war es so, dass ich Joomla aktualisieren musste und deshalb das alte Layout nicht mehr so schön ausgesehen hätte. Leider zieht es mit sich, dass das Fotoalbum nicht mehr funktioniert und ich das deshalb noch nicht aufgeschaltet habe. Da werde ich noch einiges zu tun haben um die Bilder wieder online zu kriegen... *ächz* Die Seite wird also noch mit dem Einen oder Anderen bestückt. Ich meinerseits bin schon nur zufrieden, dass ich die Daten übernehmen konnte.
Dummerweise habe ich es durch diese Basteleien verpasst den Erlebnisbericht vom Drachenfest zu schreiben. Ich werde versuchen so viel wie Möglich noch zu rekonstruieren und euch von meinen Erlebnissen erzählen. Es wär nämlich sehr spannend... ;o)
bis dann dann also...
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Na da hab ich doch was Feines gefunden. Den Trailer zum diesjährigen Drachenfest.
Wer sich das antun möchte, kann sich gerne die fast zwanzig Minuten des Jubiläumstrailers (10 Jahre Drachenfest) reinziehen. Kleiner Tip für die, welche nicht den ganzen Film gucken wollen, schaut das letzte Drittel bei ca. 15:45 an. Da sieht man die Grösse des Anlasses via Luftaufnahmen und allgemeine Eindrücke aus der Stadt.
Ich rufe in diesen Kreis, um sich dem Streit zu stellen:
Den, der sein Banner im Blut seiner Feinde färbt.
Den, dessen Ehre mehr bedeutet als das Leben.
Den, der immer kämpft und niemals weicht.
Ich rufe in den Kreis den Roten Avatar!
jaja... scheint so, als wären wir wirklich im kämpferischen Lager gelandet. Oje... Was mache ich da ohne Waffe?!
Naja was solls... 'EHRE DEM ROTEN!' ;o)
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- Geschrieben von Steve
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Ich hatte euch ja versprochen über mein neustes Vorhaben zu schreiben und das möchte ich nun nachholen.
In etwas mehr als einer Woche habe ich schon wieder Ferien. Hihi... Ja, viele von euch werden denken was für ein 'Schoggilebe' ich habe. Ok, hab ich wenn es um die Anzahl Ferientage geht auch. *lach*
Aber um was geht es denn jetzt genau?
Ich habe mir eine Woche frei genommen, um mit einer Arbeitskollegin nach Deutschland ins Örtchen Diemelstadt zu fahren. In Diemelstadt findet seit ein paar Jahren jährlich das Drachenfest statt. Nein, es geht nicht darum Drachen steigen zu lassen, wie wahrscheinlich gerade die Meisten denken. Es ist eine LARP-Veranstaltung.
Was ist ein LARP? Live Action Role Play. Was nichts anderes bedeutet, wie ein Rollenspiel bei welchem man selbst mitspielt. Also Quasi eine Theaterrolle, für welche man sich verkleidet und eine Woche lang spielt und lebt. Irgendwie spannend. Das Thema des Drachenfestes ist Mittelalter und Fantasy. Deshalb auch meine Begeisterung für den Anlass. Ich mag diese Kleidung des Mittelalters und bin richtig gespannt drauf. Ehrlich gesagt weiss ich noch gar nicht recht was mich erwartet. Ich habe mir noch nichtmal eine Rolle zurechtgelegt. Man sollte sich ja eigentlich eine Geschichte zu einem Charakter ausdenken, den man dann spielt. Bei mir scheitert es schon beim Namen alleine, oder was ich denn genau spielen soll. Ich könnte mich in jede Rolle reinversetzen, aber ich kann mir nicht selbst eine ausdenken. Ist schon schlimm...
Naja, ich habe mich jetzt entschieden einfach mal da hin zu gehen und zu beobachten wie es die Andern denn so machen. Irgendwie werde auch ich mich spontan einbringen können. Improvisieren war schon immer eine meiner Stärken, weshalb ich auch kein Problem sehe mich irgendwie zu integrieren.
Trotzdem ist mir leicht unwohl, weil es für mich völlig unbekannt ist. Und weil es sich hier nicht etwa um irgend ein LARP handelt, sondern um das Grösste in Deutschland, unterstützt es mich noch in meinem Unwohlsein. - Ich kann ja nicht mal, um ein wenig zu schnuppern und Erfahrung zu sammeln erst mal an eine kleinere Veranstaltung, nein, es muss das Grösste LARP sein. (gut, vielleicht hat es auch Vorteile, wie dass es gar nicht so recht auffallen würde, wenn ich mich nicht allzu stark miteinbringe) Angesichts dieser Umstände bin ich natürlich froh, dass die Arbeitskollegin dabei ist und ich mich ein bisschen an sie dranhängen kann. Ich hoffe auch, dass diese 'Angst' nur am Anfang da sein wird und ich mich dann nach und nach einfügen kann.
Das Tolle an dem Anlass ist, dass schon sehr viele Sachen beschrieben sind. Ich weiss zum Beispiel, dass wir in verschiedene Lager eingeteilt sind. Wir werden im roten Lager einquartiert sein. Auf der Webseite des Veranstalters hat jedes Lager sogar seine eigene Vorstellungsseite. Die des roten Lagers könnt ihr bei Interesse hier sehen:
http://www.drachenfest.info/deinecommunity/lager-community-websites/das-rote-lager/
Der Kerl welcher euch da in Rot auffällt scheint wohl unser Chef zu sein. Der rote Drache, Unser Avatar. Ein Avatar ist die erdliche verkörperung eines Gottes, den es zu huldigen gilt. Hihi... hört sich doof an, aber für irgendwas müssen wir ja einstehen. Das rote Lager scheint ein kämpfendes Lager zu sein. Es gäbe sicherlich auch friedlichere Lager, aber ich habe ja nicht angemeldet. ;o) Ich kann nur mitgehen.
Notfalls könne man glaube ich sogar konvertieren... naja, hoffe dass es nicht soweit kommen wird und ich mich dann wohl fühle im roten Lager.
So wie ich gesehen habe, wird es sogar eine Stadt geben, in welcher man sich aufhalten kann und um 'sein Wohlergehen' gesorgt wird. Die Beschreibung alleine zu dieser Stadt finde ich faszinierend:
Die Stadt Aldradach
Unsere Stadt „Aldradach“ bietet den Besuchern zusätzlich zu Tavernen, Speisen, Vergnügen und Entspannung auch ein richtiges Einkaufserlebnis. Eine Vielzahl von Händlern aus ganz Europa schlagen im Händlerviertel Ihre Zelte auf und bieten Euch ein reichhaltiges Sortiment an Waren an.
Die Tavernen, Caterer und Badezuber sorgen für Euer leibliches Wohl. Das Casino und die Arena werden Euch mit Spielen und Spannung in Ihren Bann ziehen. Darüber hinaus erfreuen Euch Musikanten und Gaukler mit Ihren Künsten und erzeugen so die richtige Stimmung einer lebendigen Fantasy-Stadt.
In Aldradach findet Ihr auch die angesiedelten Gilden aus dem Bereich Magie, Alchemie, Kampf und Handwerk. Auch soll es angeblich einen Verbund von Meuchlern, Dieben und Halsabschneidern geben, doch diese findet man wohl nicht so leicht und offensichtlich, da auch die Stadtwachen den Aufenthaltsort nur zu gerne selbst wissen möchten, um ihr Gefängnis mit reichlich „Gesocks“ füllen zu können.
Das hört sich doch schon recht spannend und toll an. Ich freue mich schon riesig drauf und so langsam steigt auch die Spannung in mir. Dauert ja nicht mehr so lange und dann bin ich da. Die Reise starten werde ich wohl schon am Montag in einer Woche und dann bei der Oma der Arbeitskollegin (sie wird schon dort sein) übernachten, damit wir gestärkt am Dienstag anreisen können und genügend Kraft für das Zelt aufbauen besitzen und vielleicht noch an andern Orten helfen können aufzubauen.
In dem Sinne heisst es für mich wohl bald 'EHRE DEM ROTEN!' ;o)
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Es ist schon verrückt mit den schönen Gefühlen. Da denkt man, dass man im Aufwind ist, sich glücklich fühlt und plötzlich trifft es einem wie ein Hammerschlag. Ich fühle mich wieder einsam... Man merkt, dass es doch nur Schein ist und man sich immernoch im selben Strudel befindet. Es ist wie wenn man einen schönen, warmen und farbigen Traum hat, aus welchem man erwacht und merkt, dass man doch noch im tiefen dunklen Verlies ist. Ich frage mich ernsthaft wann das endlich endet... Wann hört das auf? Wann erwache ich von dem schönen Traum und merke, dass ich gar nicht weg war?
Hoffnung... ist das das Einzige was ich noch hab? Was wenn die Hoffnung plötzlich doch nicht zuletzt stirbt?
Ja die Einsamkeit kommt manchmal doch noch zurück, obwohl ich das gar nicht will. Ich hatte sie jetzt lange verdrängt und einiges unternommen damit ich sie nicht spüre. Jedoch genau jetzt, in diesem Moment ist sie für mich gegenwärtig... Die Einsamkeit... Es ist kein schönes Gefühl und es frisst mich auf. Ich weiss nicht ob ich heulen soll, oder einfach den Laptop ausmachen soll und versuchen soll zu schlafen. Dann habe ich aber angst davor etwas zu träumen was mich beschäftigt. Wahrscheinlich werde ich in die Küche gehen, einen grossen Schluck Eistee nehmen und versuchen an irgendwas anderes zu denken... Klar wird das klappen. Das hat bisher immer geklappt. irgendwann muss ja auch ich schlafen ;o)
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- Geschrieben von Steve
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Am Dienstag wachte ich auf und war auf einmal ein Jahr älter. Was will man da gross machen, es kommt einfach auf einem zu. Ich wollte ja erst vor meinem Geburtstag fliehen und bin wohl auch deshalb in die Ferien gefahren, aber irgendwie brachte das gar nichts und es holte mich trotzdem ein. Leider war es am Dienstag wieder wolkenverhangen, wenn auch ein wenig wärmer, als die letzten paar Tage. So dass ich zwar das Wetter geniessen konnte, jedoch doch nicht zur Gemmi hochlaufen konnte. Also ja, klar hätte ich gekonnt, aber was bringt es mir, wenn ich danach doch nichts sehe vor lauter Wolken. Also blieb ich unten. Ich liess nochmals so richtig die Seele baumeln und sass mit dem Stuhl draussen auf der Wiese und las ein Buch. Lange konnte ich allerdings nicht ruhig lesen, dass ja immer wieder das Telefon klingelte und mir gratuliert wurde. Es war erstaunlich wieviele Leute welche an mich dachten! An dieser Stelle nochmals danke vielmals für die Glückwünsche! Ich hatte eine Riesenfreude.
Am Abend dann ging ich mit meiner Gotte und ihrer Familie Pizza essen. Es war ein sehr schöner Abend, bei welchem ich viel quatschte und einiges erzählt wurde. Toll fand ich auch, dass ich mit Loris, dem Kleinsten, so viel reden konnte. Er ist irgendwie süss mit seinen Sommersprossen ;o)
Emilie hatte ihren Hund dabei, den sie erst seit ein paar Wochen hat. Dummerweise habe ich den Namen des Hundes schon wieder vergessen... Auf alle Fälle ist das ein ganz kleiner und nervöser Hund. Völlig verspielt und er gehorcht noch nicht so ganz. Aber alle haben den Spass an dem Vieh und das zählt ja am Meisten. Noch... bis es dann im Winter darum geht mit ihm Gassi zu gehen. hihi... ja, ich kenne das. Wir hatten auch mal einen Hund. Aber mit dem ging ich sehr gerne nach Draussen. Er war auch immer sehr dankbar dafür. Ich erzähle euch gerne ein andermal von ihm.
Der Abend ging leider viel zu schnell vorbei, so dass ich mich dann auf den Weg nach Hause machte. Unterwegs sah ich zwischen den Bergen den riesengrossen Mond. Leider hatte ich meine Kamera just in dem Moment nicht dabei und später als ich in der Hütte oben war, erschien der Mond nicht mehr... Ich hatte ein Foto mit dem Handy geschossen. Leider ist die Qualität nicht so wahnsinnig toll...

Am anderen Tag war wohl wieder einer der schönsten Tage in meinen Ferien. Vom Wetter her hätte ich gut die Gemmi rauf können, aber es war ja Zeit für mich zu gehen. Also räumte ich das Hüttchen wieder auf und putzte ein wenig. Auf das Mittagessen ging ich runter und brachte den Schlüssel zurück. Ich wusste, dass ich noch zum Mittagessen eingeladen war und dass da die ganze Familie auf mich wartete. Leider kam ich durch eine Tunnelsperrung doch ein wenig zu spät, trotzdem warteten alle noch auf mich, obwohl sie schon gegessen hatten. Es war toll mal wieder alle zu sehen und mit ihnen ein wenig zu quatschen.
Da ich jedoch noch etwas in Zürich abholen musste, was ich bestellt hatte, fuhr ich schon um halb drei los. Natürlich durfte ich nicht gehen, bevor ich nicht von jedem noch eine Flasche Wein erhalten hatte. Ich muss wohl ein paar Mal meine Freunde einladen um die Flaschen geniessen zu können. *schmunzel*
So kam es dann, dass ich um etwa sieben zu Hause war und ich erst mal die Post durchsah, staunte dass es gar nicht so viele Rechnungen gab in den drei Wochen und ging duschen. Bald darauf ging ich das erste Mal überhaupt an die Vollmond-Bar in Merishausen. Das war auch ein toller Abend um mich wieder hier einzustimmen. Allerdings hatte ich am Anfang Mühe mit den Merishausnern nicht Walliserdeutsch zu sprechen. Es ist schon erstaunlich wie schnell ich mich wieder an meine Heimat gewöhne... zehn Tage da und ich fühle mich wieder wie ein richtiger Walliser. ;o)
Ja, und so sind meine Ferien schon bald wieder zu Ende. Ich kann noch den Rest der Woche geniessen und dann gehts wieder arbeiten. Ich hoffe allerdings, dass noch alles steht im Geschäft und sich nicht viel verändert hat. Obwohl... ich lasse mich mal überraschen. Bin gespannt, ob ich überhaupt das Passwort noch weiss, nach drei Wochen Ferien. hihi...
Auf alle Fälle kann ich euch versichern, dass ich nicht das letzte Mal in Birchen war. Ne, ich gehe ganz sicher wieder, wenn es mir möglich ist. Aber darauf werde ich wohl sicher ein Jahr warten müssen...
Ich möchte es aber nicht unterlassen euch zu danken, dass ihr meine Berichte gelesen habt und auch für die vielen positiven Rückmeldungen, die ich erhielt. Es ist richtig toll zu hören, dass das was man schreibt verständlich ist und gern gelesen wird.
Gerne werde ich über mein nächstes Projektchen schreiben. Dazu aber später mehr. ;o)
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Gerne möchte ich euch das Hüttchen mal von Innen zu zeigen und euch zeigen wie ich eigentlich die letzte Woche gelebt habe. Ok, ich habe nur die wichtigsten Räume abgelichtet, weil wohl ein WC und ein Kellerraum nicht so interessant sein könnte. hihi...
Als Erstes seht ihr gleich den Eingangsbereich mit linkerhand der Küche und dahinter einem Gemeinschaftsraum. Zum Glück hat es hier einen Ofen den man einheizen kann, so dass man hier unten immer schön warm hat.

Die Türe rechts führt eben zum eben genannten Kellerraum und der Toilette. Die Treppe gleich links daneben führt zum Schlafraum, welchen ich nutzen konnte.

In dem Schlafraum könnten gut und gerne mehr Personen als ich übernachten. Ausserdem hätte es nochmals einen Raum mit zwei Betten und einer Matraze, die man nutzen könnte. Also sollte ich wiedereinmal hier oben sein und ihr hättet Lust mich zu besuchen, könnt ihr das gerne machen. Hihi... obwohl... meine Zeit hier in der Hütte wird leider bald um sein...
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Irgendwie hat mich Petrus nicht so lieb in diesen Ferien. Dabei wollte ich doch so gerne von Leukerbad zur Gemmi hoch laufen und beim Daubensee ein wenig die Sonne geniessen. Ich war auch immer brav und habe alles sauber aufgegessen was im Teller war. Ich verstehe das nicht...

Wenn jedoch alles so verhangen ist macht es mir nicht so richtig Spass zu wandern und so blieb ich also zuhause. So entschied ich mich die Karten zum Teil in der Hütte zu schreiben und machte mich dran. Ja, ich habe es bis jetzt aufgespart, hatte ja doch recht viel erlebt bisher und wollte es mal in einer ruhigen Minute erledigen. Es wollte aber nicht so richtig, weil mich der Baulärm von nebenan doch ein wenig ablenkte. Absolute Ruhe brauche ich nicht beim Schreiben, aber ich merkte halt schon, dass es nicht so frisch von der Leber ging. Dann aber kam die Erlösung. Ein kleiner Sonnenstrahl schaute rein und ging ich ins Restaurant oben an der Strasse, um da bei einer Tasse Kaffee die restlichen Karten zu schreiben. Damit die Karten dann doch noch vor mir zuhause sind, ging ich kurz darauf ins Dorf runter zur Post und warf die paar Karten in den Briefkasten.

Ich kann mich nicht erinnern jemals so viele Karten verschickt zu haben. Es waren deren fünfzehn Stück. Praktisch alle, die mir in den Sinn kamen, haben eine Karte gekriegt. Naja, ein Kriterium war natürlich auch, dass ich die Adresse hatte. Also falls es enttäuschte Gesichter geben könnte, möchte ich mich an dieser Stelle gleich entschuldigen. Gebt mir doch bitte eure Adresse an und ihr kriegt das nächste Mal sicher eine Karte. ;o)
Allzu traurig müsst ihr aber nicht sein, denn es gibt eine, die keine Karte von mir erhielt. - meine Schwester. Bevor ihr mich jetzt völlig entsetzt anruft, muss ich dazu noch sagen, dass sie natürlich völlig selbst Schuld hat. Sie kam mich nämlich, nachdem sie angerufen hatte, dass sie gerne vorbeikommen würde, am Sonntag mit ihrem Freund Stefan besuchen und übernachtete hier.

Es freute mich besonders, dass mich jemand besuchte und Zeit mit mir hier oben verbrachte. Wir gingen zusammen erst mal Mittag essen beim Restaurant hier oben und genossen schonmal die ersten Sonnenstrahlen. Lustigerweise war Sonntag wettermässig der wohl schönste Tag, den ich hier erleben durfte. Die Hoffnung besteht zwar noch, dass es Morgen ein schöner Tag werden könnte. Dann würde ich das schamlos ausnutzen und doch noch zum Gemmipass hoch laufen. 'besonderer' Tag hin oder her. ;o)
Aber jetzt bin ich leicht abgeschweift. Wir genossen also das Essen und spazierten anschliessend ins Dorf hinunter. Da zeigte ich Sandra ein zwei Sachen wie sie heute aussehen, was für sie auch recht eindrücklich war. Zwischendurch hatten wir so richtig touri-mässige Päusschen eingelegt und mal etwas getrunken, oder ein Eis genossen. Es war wirklich schön mit den Beiden durch Leukerbad zu spazieren und eine kleine Führung zu geben.
Nachdem ich frecherweise vom Restaurant hier in Birchen eine Flasche Weisswein abgekauft hatte, gingen wir zurück in die Hütte. Es war noch ein wenig zu früh um etwas zu Essen, worauf wir uns entschieden das Spiel des Wissens zu spielen. Dieses Spiel ist immer wieder lustig, nicht zuletzt, weil wir uns für die 'Kinder-Variante' entschieden und dadurch ein paar Fragen erhielten, die wir aus unserer Kindheit kennen sollten. Sollten... *grins*

Ich hoffe meine Schwester weiss immernoch, was die Erde und ein Brot gemeinsam haben. Hihi...
Und bevor ihr euch jetzt den Kopf zerbrecht, gebe ich euch gerne die Lösung dazu. Die Kruste. ;o)
Zwischendurch musste ich dann doch mal innerlich nachgeben und den Ofen einheizen. Es war das erste Mal, aber was tut man nicht alles, damit es dem Besuch so angenehm wie möglich erscheint...
Nach der einen Runde spielen genossen wir gemütlich ein Fondue und tranken dazu den gekauften Wein. Es war ein tolles Abendessen bei welchem wir viel gequatscht und erzählt hatten. Nicht viel später waren wir dann alle so müde, dass wir uns ins Bett legten und schliefen.
Am anderen Morgen, also Heute, nahmen wir gemeinsam das Morgenessen ein und fingen nochmals eine Runde Spiel des Wissens an. Die Beiden wollten es wohl nicht auf sich beruhen lassen, dass ich am Vorabend gewann. *grins*
Leider konnten wir das Spiel nicht zuende spielen, weil sie schon bald gehen mussten. Ich begleitete sie noch ein Stück abwärts, dankte ihnen vielmals für den tollen Tag (was ich an dieser Stelle gerne nochmals tue) und verabschiedete mich winkend von ihnen...
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- Geschrieben von Steve
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Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Mittlerweile ist schon Donnerstag und ich hab schon wieder Einiges erlebt. Am Dienstag hatte meine verstorbene Grossmutter Geburtstag und da ich schon quasi in der Nähe ihres Grabes war, wollte ich sie kurz besuchen und die Grabkerze hinstellen, ihrer Gedenken. Bis dahin war aber ein steiler Weg, denn ich nahm mir nämlich vor, von Birchen nach Salgesch zu laufen und diesen 4-Stunden-Marsch auf mich zu nehmen. Ich möchte euch gerne von diesem Marsch erzählen und wieder ein paar Bilder vom schönen Wallis (*schmunzel*) zeigen.

Am Besten eignete sich der Kulturweg, welcher von Birchen (hier nicht eingezeichnet, jedoch gleich nach Leukerbad) über Inden, Varen nach Salgesch verläuft. Das Profil dieser Wanderung ist reicht einfach zu beschreiben: Abwärts. Ausser eines kleinen Stücks, welches ich euch nachher mal zeige, bei Welchem es steil aufwärts geht. Anstrengend ist die Wanderung nicht, aber wenn man sich Zeit lässt wie ich, hat man gut und gerne mal vier Stunden und Muskelkater hat man trotzdem am anderen Tag. ;o)
Anfangs war es sehr heiss zum laufen, die Sonne brannte runter, so dass ich mir ein wenig Sonnencréme einschmierte und das erste Stück oben ohne lief. Ja, ich wollte doch ein wenig Farbe annehmen. Nicht dass ihr jetzt denkt, ich wäre Fan von Nacktwandern, nein. Mit dem freien Oberkörper bin ich sowieso alles andere als sexuell anziehend. ;o) Aber es war recht entspannend.
Bald schon zeigte sich mir, den Blick nach hinten gerichtet, Leukerbad von einer leicht anderen Seite. Man konnte sehr gut erkennen, dass es sich in einem Talkessel befindet.
Gegen Leukerbad hin war allerdings der Himmel schon bedeckt und nicht mehr so schön sonnig, wie an meinem Standort.

Birchen sieht man auf diesem Bild leider nicht, es befindet sich hinter dem Hügel bildmittig, leicht links bei den freistehenden Bäumen.
Der weitere Weg führte mich durch den Wald, wobei ich die Gelegenheit nutzte das T-Shirt wieder anzuziehen. Es war ein schöner Weg durch den Wald, bei Welchem ich die Kühle ein wenig genoss und ausser den Tieren im Wald gar nichts Anderes hörte. Es war herrlich. Wie wenn es nichts gäbe, ausser diesen Wald.

Ja, der Weg war noch weit, ich war da gerade mal eine viertelstunde unterwegs und es ging wie bereits erwähnt alles abwärts. Am Ende dieses Bildes, sah ich auf der rechten Seite weiter Oben eine FerienHütte stehen. Die stand da ganz alleine, in einer Lichtung und war nur durch diesen Weg begehbar. Irgendwie fand ich das sympathisch und schön. Aus Respekt habe ich kein Foto davon geschossen.
Allerdings musste ich nicht lange auf mein nächstes Foto warten. Es bot sich mir ein lustiges Bild, bei welchem ich ein wenig schmunzeln musste.

Auf dem Weg verkaufte jemand aus einem kleinen Holzhüttchen (wenn man dem so sagen kann) Sonnenschutzcréme und Steine vom Römerweg. Schön fand ich vorallem, dass es da einen frischen Strauss Blumen hatte und alles irgendwie so herzlich wirkte. Ich habe zwar keine Sonnencréme genommen und auch keinen Stein, aber ich habe ihnen einen unbekannten Betrag in das Kässeli getan.
Nach dem Waldstück kam eine grosse Lichtung auf welcher Kühe weideten und es roch so richtig nach Landleben. Nein, kein Gestank vom Mist, sondern irgendwo hatte jemand Gras geschnitten und es roch nach frisch geschnitten. Es hört sich jetzt vielleicht doof an, aber ich hatte das Gefühl, dass es anders roch als wenn bei uns das Gras geschnitten würde. Ich spürte auch nicht dieses zuschnüren im Brustkorb, welches ich sonst spürte seit ein paar Jahren. (ja, ich glaube ich bin allergisch geworden). Es war einfach herrlich diesen Duft zu riechen und das Glockengebimmel zu hören...
Nicht viele Höhenmeter danach bot sich für mich, kurz vor Inden, ein Rätsel. Was um alles in der Welt war denn das hier? So plötzlich aus dem Nichts und nur das da?

Mitten auf dem Weg gab es plötzlich eine Brücke. Nur dieses eine alleinstehende Stück erinnerte an eine wahrscheinlich längst vergange Zeit einer Bahn, welche hier durchgefahren sein könnte. Hmm...
- Während ich diesen Satz schrieb, packte mich plötzlich mein Wissensdurst und ich musste es herausfinden. Zum Glück gibt es einen entsprechenden Artikel in Wikipedia: >Leuk-Leukerbad-Bahn<
Kul, ich lerne noch was, während ich schreibe ;o)
Also gibt es wohl nebst dem Gebäude, welches im Artikel beschrieben ist, auch noch diese Brücke...
Danach hatte ich länger keine Lust mehr zu fotografieren. Nicht zuletzt, weil ich langsam spürte, dass das Wetter ungemütlicher wurde. Ich musste mich doch ein wenig beeilen und konnte nicht einfach so rumtrödeln, wie ich es gerade tat.
Ich wusste ja, dass ich noch einen weiten Weg vor mir hatte und wollte einfach vor dem Regen die Steilwand überwunden haben. Ich malte mir schon aus, wie kalt und nass es dann einsam an der Steilwand wäre...
Schon bald erbot sich mir der lang ersehnte Anblick. Da hinauf musste ich noch, danach ging alles nur noch abwärts.

Ich glaube auf dem Bild kann man den Weg dieser Wand entlang gut erkennen. Er war aber nicht so gefährlich, wie er vielleicht den Anschein macht. Aber dennoch wollte ich vor dem Regen da drüber sein, denn ich wusste, dass es auf der anderen Seite wieder ganz normal und flacher runter geht, sich sicherlich irgendwo notfalls Unterschlupf finden lassen würde.
Doch zuerst musste ich ja weiter runter um auf der anderen Seite dann hoch zu können. Der Weg selbst ging auch schon an einer steilen Wand entlang, allerdings nicht direkt anliegend. Man sah einfach plötzlich einem Massiv entgegen, was ich leider mit der Kamera nicht richtig auffangen konnte. Leider lässt sich hier die Höhe nicht gut abschätzen. Jedoch war es seeehr hoch. ;o)

Gleich unter diesem Massiv bei diesen Gebüschen konnte ich noch etwas ganz Leckeres ausmachen. Erst glaubte ich gar nicht dran, dass hier mitten im Felsgebiet sowas wachsen kann, dann aber fiel mir im selben Moment ein, dass genau da diese Pflanze ja wächst.

Genau, eine wilde Erdbeere. Das ist etwas, was ich schon lange nicht mehr so gesehen habe. Es hatte da ein paar solcher Sträuche. Und obwohl es mich gelüstete, hatte ich keines davon probiert.
Schon bald hatte ich die Hälfte meines Marsches hinter mir. Ja... ihr lest richtig, die Hälfte ;o)
Zeuge davon ist ein Wegweiser, der auf beiden Seiten die selbe Zeitangabe hat. Man sieht es nur leider nicht dass da Leukerbad stehen sollte, weil sich ja wiedermal Einer ins Bild drängen musste...

Den kleinen frechen Kerl wieder eingepackt, ging ich der beschriebenen Steilwand hoch und hätte sogar noch einen kleinen Umweg machen können, indem ich die Varner-Leitern genommen hätte. Die wären so schmal gewesen, dass man sich mit einem Drahtseil hochhangeln hätte müssen. Da ich leider nicht von allem Schwindel befreit bin, hatte ich das dann gelassen und ging den normalen Weg hoch. Schon das alleine war für mich schwindelerregend, obwohl es nicht gefährlich war. Aber ich wusste, dass es da richtig steil und zum Teil überhängend runtergehen würde, falls ich einen Fehltritt mache. Meine Güte, bin ich ein Weichei... *schäm*
Auf alle Fälle schaffte ich das ohne Probleme und schon als ich auf der anderen Seite wenige Meter runterlief, bot sich mir ein wunderschönes Bild. Wenn auch nicht mit stahlblauem Himmel, war es doch schön.

Dies ist der Blick Rhonetal abwärts. Unten sieht man das Dörfchen Varen. Es sieht hier so aus, wie wenn es unten im Tal wäre, jedoch befindet es sich auf einem Hügel. Die Optik spielt einem hier manchmal einen kleinen Streich.
Nach dem Wäldchen auf der rechten Seite, konnte ich dann auch ein Foto aufwärts machen, was ich mir natürlich wünschte, wenn ich schon eines abwärts schiessen konnte. So seht ihr ein wenig mehr von dem schönen Wallis.

Leider war der Himmel wolkenbehangen, so dass die absolute Schönheit nicht recht erkennbar ist. Jedoch denke ich, dass auch diese Bilder reichen um einem 'Grüezi' sagen zu können, dass wir die schönsten Berge haben. ;o)
An dieser Stelle möchte ich es auch nicht unterlassen den Zürchern da draussen nochmals mitzuteilen, dass der Üetliberg kein Berg, sondern ein Hügel ist! *grins*
Nun aber weiter in meiner Wanderung. Von diesem Punkt an, sputete ich mich ein wenig, da es doch schon so aussah wie wenn es nächstens regnen würde. Es hätte sicher noch viel mehr zu fotografieren gehabt, jedoch wollte ich so trocken wie möglich unten ankommen. Der Weg ging weiterhin abwärts und führte an vielen Rebfeldern, schönen Aussichten und grandiosen Eindrücken vorbei.
Unten fast angekommen hatte ich die Wahl den direkteren Wanderweg nach Salgesch zu nehmen, oder die fehlenden 50 Minuten noch rund um Salgesch oben rumzulaufen. Ich entschied mich glücklicherweise für die Kulturwegvariante, welcher da dieser Wasserleitung entlang lief.
Geregnet hatte es mal ganz kurz ein paar Tropfen, jedoch nie so dass ich die Regenjacke anziehen musste. Sah ich jedoch über das Tal hinweg, bemerkte ich doch die Regenwand, die immer näher kam. Vermutlich hatte ich einfach ein Riesenglück.
Jedenfalls lohnte sich diese Entscheidung den Weg weiterhin zu nehmen absolut. Nicht nur, weil es ein sehr schöner Weg war, sondern auch wegen der Blicke auf Salgesch.

Gut eine halbe Stunde später sah ich dann das Dorf Salgesch von einer anderen Seite. Auch sehr schön...

Ja und damit endete meine Wanderschaft unten bei der Kirche in Salgesch. Ich konnte die Grabkerze hinstellen und habe ein paar Minuten meiner Grossmutter zum Geburtstag gedenkt. Es waren für mich schöne Minuten, wiedermal hier zu sein und meiner Grossmutter zu danken für alles. Sie war wirklich einer der wunderbarsten Menschen, denen ich jeh begegnet war. Ich habe nicht oft diese Gelegenheit bei ihr vorbei zu gehen und bin richtig froh, sie genutzt zu haben, wenn auch auf einem anstrengenderen Weg.
Anschliessend hockte ich ein wenig unter dem Baum bei der Kirche und las ein wenig im Buch weiter, welches ich beim letzten Mal erwähnt hatte. Ist wirklich interessant.
Doch bald schon zog mich das Treiben auf dem Pausenplatz in den Bann und ich vefolgte wie fies die einen Kinder zu einem Knaben waren. Ich fühlte mich kurz zurückversetzt in meine Schulzeit. Deshalb konnte ich mir gut vorstellen, wie es diesem Jungen geht.
Als die Kirchenuhr schlug, wollte ich kurz bei meiner Gotte vorbei gehen um Hallo zu sagen. Ich kam jedoch nicht weit, denn schon bei der Post fing mich Camillo ab, welcher völlig überrascht war mich zu sehen. Ich trankt mit ihm kurz einen Kaffee. Für viel mehr reichte es leider nicht, da alle unterwegs oder beschäftigt waren. Meine Gotte war in den Reben arbeiten und hatte anschliessend einen wichtigen Termin. Somit sah ich sie leider nicht, was ich aber sicher spätestens am Dienstag nachholen werde. An dem Tag gehe ich nämlich mit ihr und ihrer Familie auswärts essen *freu*
Camillo fuhr mich dann glücklicheweise kurz nach Leuk von wo aus ich dann mit dem Bus nach unterhalb von Birchen fahren konnte. Den Rest von etwa 10 Minuten, war dann nicht mehr so viel, was ich noch bewältigen musste. Daheim angekommen, war ich dann doch sehr müde. Ich ging duschen, ass und las noch etwas und ging bald schon schlafen.
Gestern machte ich nicht viel. Das war mein entspann-Tag. Ich verbrachte die meiste Zeit damit Bilder anzuschauen und zu lesen. Ich hatte von Zuhause zwei CD's mit alten Bildern mitgenommen. Zufälligerweise auch diejenige, von meinem letzten Aufenthalt in Birchen. War schon spannend das so zu sehen.
Leider ist das Wetter Heute auch nicht so rosig, so dass ich wahrscheinlich Heute den Karte-Schreibe-Tag durchziehe. Mal sehen, ob ich noch Lust zu schreiben habe, wenn ich schon hier bald zwei Stunden mit diesem Artikel verbracht habe. ;o)
Ich hoffe jedoch, ihr hattet euren Spass das zu lesen und werde versuchen wiedereinmal was zu berichten.
liebe Grüsse aus dem mittlerweile kalten Birchen (ich ringe noch mit mir, ob ich den Ofen einheizen soll)
Euer Steve
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- Geschrieben von Steve
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Ja, wer er kennt diesen Kerl hier auf dem Foto?

Genau! Es ist Jægi [Jäägi]! Wer ihn noch nicht kennt, ich hatte ihn hier mal kurz vorgestellt: <Link>
Er begleitet mich wiedereinmal auf meinen Fotoerkundungstouren und wird sich wohl noch ein paar Mal in Szene setzen. ;o) Ich glaube er macht das sehr gerne. Wie auch hier, als ich am Bach hockte, an welchem ich früher oft spielte... Frecher Kerl!
Nun möchte ich euch aber ein wenig von meinen letzten beiden Tagen erzählen.
Gestern ging ich aufgrund des Wetters nicht allzu weit weg. Ich ging ein wenig vors Haus und ein Stück aufwärts. Weit kam ich allerdings nicht, weil ich relativ schnell von den ersten Eindrücken erschlagen wurde, welche ich sofort mit meiner Kamera festhalten musste.

Es erbot mir ein tolles Bild eines Blumenmeeres, welches sich noch viel weiter erstreckte, wie ich mit meiner Linse einfangen konnte! Es war wirklich herrlich...

Ich betrachtete das Meer ein wenig genauer und bemerkte erst spät, dass sich auf diesem Bild mein treuer Begleiter versteckte. Wenn ihr genau hinseht, könnt ihr ihn vielleicht ausmachen. ;o)
Nachdem ich mehrere Minuten einfach wortlos da stand und die Natur auf mich wirken liess, ging ich weiter aufwärts bis zu dem besagten Bach, an welchem ich früher oft spielte. Mir kamen sofort die Szenen in den Sinn, als ich das Wasser staute, eine Brücke baute für meine kleinen Autos und die darüber fuhr mit meiner Hand gesteuert. Ich sass ein wenig da und hörte dem Rauschen des Wassers zu...

Anschliessend machte ich nich langsam auf den Rückweg, weil ich spürte, dass es bald zu regnen beginnen könnte. Doch auf dem Rückweg musste ich doch nochmals anhalten und ein Foto in die andere Richtung schiessen. Schön wie alles rundherum blüht...

Hinter der Kapelle in der Mitte erkennt ihr ein dunkles Haus. Im linken Hausteil verbringe ich meine Ferien. ;o)
Mehr als diese paar Hütten gibt es nicht in Birchen...
Im Hintergrund könnt ihr einen Teil von Leukerbad erkennen, rechts bei diesem Waldstück geht es zur Torrent hoch.
Ja und so ging ich mit diesen Eindrücken in die Hütte und gleich darauf fing es an zu regnen. Ich verbrachte den restlichen Tag damit zu lesen und mit Mama zu telefonieren. Ich habe ein sehr spannendes Buch hier in der Hütte gefunden. Es ist eine Geschichteserzählung von der Wendezeit im Wallis zwischen 1900-1945, worin die in Salgesch geborene Monika Cina das von ihr Erlebte und ihr Erzählte wiedergibt. Es ist wirklich spannend, wie früher die Leute hier in den Bergregionen lebten... Bin gespannt was noch so alles in dem Buch erzählt wird...
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Am Heutigen Morgen stand ich relativ früh auf, da die Arbeiten am Haus nebenan wieder aufgenommen wurden. Gut, ich konnte sowieso nicht länger schlafen. Aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich hier sehr gut schlafe und ich die Höhe schon leicht merke. Ich fühle mich offen gestanden besser, wie zuhause. Vielleicht auch ein wenig, weil es ein Stück Heimat für mich ist...
Der morgendliche Lärm der Maschinen wurde durch den Ausblick, der sich mir als ich die Läden öffnete bot gleich wieder kompensiert:


Diese Aussicht habe ich, wenn ich hier von meinem Bett aus, zum Fenster hinaus blicke. Leider habe ich keine Panoramasoftware hier, sonst hätte ich euch ein zusammenhängendes Bild gezeigt. Denke aber, dass ihr mit diesen beiden Bildern einen kleinen Eindruck erhaltet, von dieser schönen Lage.
Von dem Hügel aus auf dem zweiten Bild etwas rechts, hatte ich gestern das Bild geschossen auf das Dorf hinunter...
Nach einem kleinen Frühstück brachte mich mein zweiter Ausflug ins Dorf Leukerbad, in welchem ich mich erst einmal ein wenig umsehen wollte. Es war für mich eine leichte Schocktherapie, da sich in Leukerbad doch einiges geändert hat. Da wo ich früher zum Spielen auf der Wiese rumbalgte, stehen heute Häuser und Parkplätze. Da wo einst eine Bäckerei war, ist nun irgend ein spiritueller Laden mit Kunstwerken. Da wo einst ein Restaurant drin war, ist heute ein Coiffuresalon. Und so weiter. Es gab Momente an denen ich einfach nur da stand und nebst dem Staunen auch ein wenig in die Vergangenheit dachte und mir den Ort wie damals vorstellte... Als alles noch viel kleiner und feiner war...
Ich habe es mit Absicht unterlassen Fotos zu schiessen, weil ich mich gerne an die frühere Version der Orte erinnern möchte und nicht, wie sie jetzt sind. Insgeheim hoffte ich ja auch ein wenig jemandem zu begegnen, der mich erkennt und ich dann ein wenig plaudern könnte. Weil, dass ich jemals jemanden erkennen würde, ist leider fast unmöglich. Mein Wiedererkennvermögen ist da leider viel zu klein...
Mit einem kleinen Zopf, mehreren kleinen Petfläschchen (da ich leider kein Sportgeschäft fand) und einer Grabkerze, welche ich Morgen brauchen werde, machte ich mich dann auf den Heimweg und erkannte auf dem Weg plötzlich ein Zeichen, welches mir bekannt vorkam:

Mit ein wenig Phantasie sieht man hier ein Herz aus gelben Blumen, leider auf den Kopf gestellt. Aber würde ich das Bild umkehren, würde es irgendwie doof aussehen. Trotzdem... Die Natur wollte mir damit wohl ein kleines Erinnerungsstück hinterlassen und mir sagen, dass sie mich lieb hat. ;o) Ich hoffe dieses Bild sehen noch mehr Wanderer und lassen sich auf die selbe Weise danke sagen...
Mit diesem kleinen Dankeschön auch meinerseits an euch, verabschiede ich mich mal für heute und freue mich, wieder von meinen Ferien berichten zu dürfen...
bis dann dann...
Euer Steve
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- Geschrieben von Steve
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Der erste Tag in Birchen war recht müde und anstrengend. Ich fuhr erst von Schaffhausen nach Salgesch um den Schlüssel abzuholen. Nach einem herzlichen Empfang, der riesen Wiedersehensfreude und zwei Stunden plaudern, fuhr ich dann los in mein vorübergehendes zuhause.
Es ist mir klar, dass Birchen wohl die Wenigsten kennen, die das hier lesen. Aber um es überspitzt zu sagen, es ist ein Nebenörtchen von Leukerbad:
Von hier aus kann man wunderbare Tagesmärsche unternehmen. Worauf ich natürlich hoffe ist, dass das Wetter einigermassen mitmacht und ich dadurch auch ein wenig unterwegs sein kann. Obwohl ich vermutlich diese Nacht schon das erste Gewitter erleben müsste, so laut Meteo... Mal sehen wie sich das dann zeigt. Erfahrungsgemässt tut es hier zünftig, wenn es mal tut... ;o)
Heute kaufe ich wahrscheinlich die ersten Karten um die bei einem allfälligen schlechten Wetter schreiben zu können. Zu Lesen habe ich auch genügend mitgenommen, so dass ich hoffentlich die Zeit geniessen kann.
Jaaaa ok. Ich hab den Laptop noch mitgenommen... Allerdings für Einträge wie Dieser hier und für allfällige Fotos, die ich schiessen werde. Den Fotoapparat habe ich nämlich mal mitgenommen...
Morgen werde ich auf alle Fälle schon mal nach Leukerbad laufen. Ich Depp habe meine SponserFlaschen daheim vergessen und muss nun entweder kleine Petfläschchen organisieren, oder eben eine solche Flasche im Sportgeschäft kaufen gehen. Ansonsten werden meine touristischen Tagesmärsche eine recht durstige Angelegenheit.
Ja, soweit mal mein erster Bericht aus meinen Ferien. Ich hoffe, dass ich mich motivieren kann mehrere solcher Einträge zu machen. Denn das ist eines meiner Ziele hier in den Ferien... Mal wieder was tun, was ich schon lange nicht mehr tat. Denn eigentlich schreibe ich ja sehr gerne...
also dann... bis dann dann...
Euer Steve
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- Geschrieben von Steve
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Lange hat es gedauert, bis ich mal einwilligte an ein Mittelalterfest zu gehen. Immer und immer wieder haben die Arbeitskollegen auf mich eingeredet und geschwärmt wie toll es doch ist und ich solle auch mal mitkommen. Ich habe mich wegen zwei Dingen gesträubt. Erstens, weil ich nicht wusste wie übernachten und zweitens nichts anzuziehen hatte. Ich habe mir halt gesgt, dass wenn ich an so einen Anlass gehen würde, nur gewandet da hin möchte. Wollte ja nicht wie ein bunter Hund auffallen ;o) Naja, das Argument mit dem nicht wissen was anziehen, zog spätestens dann nicht mehr, als der eine Arbeitskollege mir seine selbergemachte Rüstung versprach. - Das war denn kul! wow... Er stellte mir eine komplette LederRüstung zu Verfügung und kleidete mich somit für das Mittelalterfest ein. Ja und das Thema mit dem Übernachten ergab sich dann sowieso von alleine.
Ich ging also an dieses Mittelalterfest nach Bad Säckingen und suchte da verzweifelt meine Arbeitskollegen. Gut hatten wir so neuzeitige Sachen dabei wie ein magisch sprechender Knochen um uns zu finden. und so streiften wir zeitweise zu siebt in den Märkten und Ständen umher und suchten erst mal für mich ein Horn. Kaum war eines gefunden, musste es natürlich gleich mal eingeweiht werden. Und wo konnte man das nicht besser, als an der Drachenschenke mit einem guten Met. ;o)
Nach ein paar Mets und vielen Eindrücken mehr, wurde mir relativ schnell klar, dass mit nach Hause fahren nichts mehr sein wird und so habe ich mich dann auch darauf eingelassen die Nacht da zu verbringen. Schlussendlich hat es sich richtig gelohnt. Wir hatten ein wunderbares Wochenende zusammen erlebt und haben vor, dieses so bald wie Möglich zu wiederholen. ;o)
Die nächste Gelegenheit gibt es auch schon bald. nämlich am 28. & 29. Mai in Weil am Rhein. Da werde ich wohl sein und die Rüstung nochmals spazieren führen.
Als dann, gehabt euch wohl und bis bald.
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